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Fahrerlaubnisbewerber können künftig mit
einer schnelleren Bearbeitung ihrer
Anträge rechnen. Grund hierfür ist ein
ab 01.07.2010 beim zuständigen Landesamt
für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten
(LABO) startendes, schlankeres
Verwaltungsverfahren. Erreicht wird dies
durch die Herauslösung des
Kartenführerscheins aus den
Bearbeitungsabläufen. Bisher erging der
Auftrag zur Herstellung der Karte durch
die Bundesdruckerei zu Beginn des
Verfahrens. Anschließend musste der
Führerschein in
mehreren aufwändigen
Zuordnungen bei der Behörde und den
Technischen Prüfstellen bis
zum
Abschluss der Prüfung „auf dem
Papierweg“ mitgenommen werden. Künftig
erfolgt die Bearbeitung der Anträge
weitestgehend und die Übermittlung der
Prüfaufträge an die
Technischen
Prüfstellen ausschließlich auf
elektronischem Wege. Nach der
bestandenen kompletten
Fahrerlaubnisprüfung wird dann
eine
Fahrerlaubnis durch die Aushändigung
einer vorläufigen Fahrberechtigung
erteilt. Zeitgleich erhält die Bundesdruckerei
nun den Auftrag zur Herstellung des
Kartenführerscheins. |
Nach
Fertigstellung wird dieser nach
ausdrücklicher Erklärung des Fahrerlaubnisbewerbers bei der
Antragstellung entweder vom LABO
versandt oder (vor allem in Eilfällen
oder bei geplanten Auslandsfahrten
empfehlenswert) direkt von der
Bundesdruckerei innerhalb von 7- 10
Tagen nach Hause geschickt. Dieser
Service (Direktversand durch
Bundesdruckerei) kostet dann einen
Aufschlag von 4,85 €. Das neue
Verfahren verhindert zudem auch die
Herstellung von jährlich einer Vielzahl
von Führerscheinkarten, die z.B. wegen
nicht bestandener Prüfungen wertlos
wurden. Im Ergebnis ersparen sich also
alle Beteiligten viel Zeit und Energie.
Die persönliche Antragstellung bei einem
Bürgeramt bleibt ansonsten unverändert.
Sowohl
die Technischen Prüfstellen von Dekra
und TÜV Rheinland in Berlin als auch der
Fahrlehrer-Verband Berlin e.V., die
intensiv an der Umsetzung beteiligt
waren, begrüßen die Neuerungen.
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